Mittwoch, 28. März 2012

Kleines Stempel-Karten-Tutorial

Diese Anleitung habe ich für die Stempelwoche im Dani-Peuss-Forum gemacht.
Verarbeitet habe ich zusammen Bild-, Hintergrund- und Schriftstempel.


Die Karte funktioniert nach einem eigentlich ziemlich einfachen Aufbau (und wie ziemlich viele meiner Karten):
Zuerst setze ich einen Bildstempel – dazu passt alles Mögliche, wie ihr an den Beispielen weiter unten sehen könnt. Mir gefällt es immer gut, wenn der Stempel nicht mittig gesetzt ist, sondern seitlich verschoben – auf welche Seite auch immer.
Anschließend decke ich den Stempel mit einer Schablone ab (die habe ich angefertigt, in dem ich den Stempel einmal auf Papier abgestempelt und dann mehr oder weniger genau ausgeschnitten habe. Die Schablonen hebe ich immer gut auf, weil man sie ja immer wieder benutzen kann).


Mit Distress Ink und einem Wischer färbe ich die Karte dann ein. Das muss nicht unbedingt und ist auch etwas kniffelig, weil schnell um die Schablone herum ein weißer Rand stehen bleibt, was nicht so gut aussieht. Da muss man mit der Schablone ein bisschen jonglieren und sie immer wieder ein bisschen verschieben, damit man wirklich bis an den Stempel heran einfärbt. 

Danach kommt ein Hintergrundstempel drauf (aufpassen, dass die Schablone nicht verrutscht!), gerne auch mal zwei übereinander – ich finde, dass sieht dann sehr lebendig aus. Allerdings passt nicht alles zueinander und auch die Farbkombis muss man teilweise erst mal ausprobieren...



 Generell arbeite ich für den Hintergrund mit dezenten Farben, manchmal auch, indem ich eine kräftigere Farbe erst einmal auf Papier abstempele und erst den 2. Abdruck für die Karte benutze, der dann schon viel heller ist.
Die amerikanischen Stempel haben nicht das richtige Format, so dass ich von meinen Karten hinterher immer noch ein bisschen abschneide – ist die Karte halt ein bisschen kleiner, finde ich nicht so schlimm. 
Statt mit einem großen Hintergrundstempel kann man den Hintergrund natürlich genauso gut mit einem kleineren Stempel stempeln, den man mehrfach abdrückt, um den ganzen Hintergrund zu füllen.

Durch die Schablone ist der Bildstempel weiß geblieben und wird noch nach Belieben ausgemalt (je nach Ausmalfarbe auf die richtige Stempelfarbe achten: wenn man mit Wasserfarben ausmalt, muss der Bildstempel mit einem wasserfesten Stempelkissen gestempelt sein). Wenn es Ton in Ton bleiben soll, bietet sich an, ein Distress Inks-Stempelkissen auf einem Acryblock abzudrücken und die Farbe dann mit etwas Wasser und einem Pinsel wieder aufzunehmen. Funktioniert ganz gut und die Farben lassen sich  sogar mischen (Tipp: Hautfarbe geht gut mit den Farben „tattered rose“ und „antique linen“).

Zum Abschluss kommt noch der Textstempel drauf (und bei mir neuerdings auch immer noch ein kleines Washifitzelchen :-)


Ich nehme häufig Stempel, die man anschließend noch ausmalen muss. Hier sind noch mehr Beispiele, nach dem selben Prinzip "gebaut":





Mit flächigen Motivstempeln (die man nicht mehr ausmalen muss) funktioniert es genauso gut. Manchmal kann man die erst zum Schluss aufstempeln, weil der Hintergrundstempel darunter sichtbar sein darf. Wenn man das nicht möchte, wie gehabt: zuerst stempeln und vor dem Hintergrundstempeln eine Schablone drüber legen. Das Verfahren nennt man "maskieren".


Die erste der beiden Karten habe ich schon mal gezeigt, hier habe ich zusätzlich noch ein paar kleine Kringel und andersfarbige Punkte dazu gemacht. Die 2. Karte habe ich für meine liebe und erste (!!!) Blogleserin Monika gemacht. Auch wieder 2 Hintergründe hintereinander, dieses Mal ist allerdings ein kleinerer Stempel dabei, den ich 2mal abgestempelt habe. Zum Schluss sind noch ein paar Sternchen dazu gekommen. 
Beide Motivstempel habe ich nicht maskiert, sondern erst zum Schluss gestempelt.

Natürlich kann man sich das ganze Schablonengezumpel auch sparen und den Bildstempel gesondert auf Papier machen, ausschneiden und anschließend aufkleben. Den Effekt, wenn alles „One Layer“, also in nur einer Schicht ist, mag ich aber sehr.

So, ich hoffe, ihr hattet Spaß an meiner kleinen Anleitung, viele liebe Grüße
Heidi

Kommentare:

  1. Wow, klasse Heidi. Endlich weiß ich, wie Deine tollen Karten zustande kommen. Und Du hast es so schön erklärt. Wie man sieht, sind der Kreativität nach diesem Prinzip dann keine Grenzen gesetzt! Toll. Ich werde mal danach arbeiten und die Karten dann zeigen. Danke nochmals! Liebe Grüße Deine Monika

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  2. tolle anleitung und schöne karten! vielen dank fürs zeigen!
    verrätst du mir, was das auf der dritten karten für ein blumenstempel ist?
    lg, miriam

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    1. Liebe Miriam, aber gerne! Das ist ein Hero Arts Holz-Stempel, er heißt Dogwood und ist von 2010, aus der Serie "Design in Wood". (In der Stempeloase gibt's ihn jedenfalls noch.)
      LG, Heidi

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  3. Liebe Heidi!
    Vielen Dank für diese schöne Anleitung! Ich gestehe, dass ich schon geliftet habe und werde diese Karten demnächst bei mir zeigen (und Dich natürlich auch verlinken)
    Es hat total Spass gemacht, mit den verschiedenen Hintergründen zu arbeiten, die Masken zu schneiden (naja, war ja manchmal schon von sehr langer Schnippeldauer...)und zu colorieren...

    Ich bin fast täglich auf Deiner Seite und immer wieder begeistert!
    Viele Grüsse, Andrea

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