Samstag, 17. März 2012

☞ Schriften ✍

Weil es ein paar Nachfragen zu "meinen" Schriften gab, hab ich da mal was vorbereitet...
Entwickelt habe ich sie selbst und für euch in meinem Ideenbuch zum Zeigen festgehalten:
Als Erstes man muss entscheiden, wie akkurat man frau es haben will. Ich habe meine Texte einmal auf Schmierpapier entworfen, schon allein um zu gucken, wie das mit den Linien so hinhaut und wo ich die Schrift nachher platzieren möchte. Trotzdem schreibe ich dann alles nochmal auf dem Original mit Bleistift vor und dann erst mit einem guten Fineliner nach (Habe bei diesen Seiten zum erstem Mal den PITT artist pen benutzt, der ging super! Vorher immer den Copics Fineliner, der ist auch klasse, aber teurer...) Achtung: bevor man den Bleistift dann wieder wegradiert, GEDULD haben - der Fineliner muss RICHTIG getrocknet sein, sonst verschmiert beim Radieren alles - ja, ja, wer hat da wohl dauernd alles verschmiert...??
Meine Druckschrift in Variationen:


Die erste Schrift ist eigentlich eine ganz normale Schuldruckschrift. Schön rund und die "obere" Hälfte der Buchstaben ist genauso lang, wie die untere.
Die zweite Schrift ist einfach etwas gestaucht - die Buchstaben sind dünner und die obere Hälfte der Buchstaben ist verkürzt. Die sieht besonders gut aus, wenn man die Buchstaben beim Schreiben eng aneinander setzt.
Nummer drei habe ich irgendwie im Laufe der Jahre entwickelt. Sie ist einfach ein bisschen schräg, was man besonders beim a, h, m und n sieht. Entsprechend habe ich die runden Buchstaben ein bisschen bauchiger gemacht (beim b hab ich's vergessen:-).
Relativ neu probiere ich Serifen aus, also setze hier und da noch ein Häkchen an den Buchstabenrand.
Die Schreibschrift ist tatsächlich die ganz normale, alte Schulschreibschrift. Besonders sieht sie aus, indem sie an einigen Stellen "verstärkt" wird, ich hoffe, man kann das auf dem Foto erkennen:


Ja, ich glaub schon. Also erst einfach die Schreibschrift gemacht, dann an einigen Stellen dicker gezeichnet und ausgemalt. An den zwei K kann man nochmal gut erkennen, wie sich eine Schrift verändert, wenn man den oberen Buchstabenteil verkürzt.
Anschließend kann man noch mit entsprechenden Stift (hier hab ich einmal einen artist pen in Kupfer genommen, einmal einen weißen Lackstift) Streifen oder Punkte reinsetzten:

 

Ganz viel bombastische Buchstaben-Inspiration findet ihr hier. Da ärgere ich mich dann immer darüber, dass ich mich wegen meinen hundsmiserablen Englischkenntnissen nicht traue, einen englischsprachigen Workshop zu machen...
Edit: gerade über einen wundervollen Blog gestolpert, auf dem nicht nur phantastische Schrift zu sehen ist: elvie studio Unbedingt angucken!

Falls sich irgendjemand fragt, warum ich samstagsmorgens um diese Uhrzeit blogge (vor allem nach einem laaangen Abend mit liebsten Freunden): mein Sohn sitzt gerade in einem Bus auf dem Weg zu einer Skifreizeit, und ich kann euch sagen, dass fühlt sich nicht gut an, zur Zeit. Jetzt warte ich auf  "Wir sind angekommen", fürchte aber, dass er vor Aufregung nicht an eine SMS für seine meschuggene Mutter denken wird. *seufz*

Wünsche euch ein schöönes Wochenende,
liebe Grüße
Heidi

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